VIDI bereitet sich auf die Rugby-WM in Japan vor

Herrliche Livebilder von der Rugby WM werden in nahezu allen Ländern der Welt zu sehen sein. Die von den VIDI-Ingenieuren innerhalb Japan konzipierten und betriebenen Live-Video-Netzwerke garantieren dabei fehlerfreie und qualitativ hochwertige Signalübertragungen. Das VIDI Team installiert derzeit vorab die dafür notwendige Adaptionstechnik in allen 11 Spielstätten, sowie im International Broadcast Centre (IBC) in Tokio und testet alles auf Herz und Nieren.
Lesen Sie hier alles über das Live-Video- und Daten-Netzwerk, welches alle 11 WM-Stadien innerhalb Japans mit dem IBC in Chōfu (Vorort von Tokio) im Tokyo Stadium verbindet. Wie z.B. Kumamoto ganz im Süden, Yokohama im Osten, Sapporo im Norden oder das ganz im Südwesten gelegene Fukuoka.
Die Carrier-Verbindungen werden über das Netz des japanischen Telekommunikationsunternehmens NTT realisiert. Kooperations- und Vertragspartner zur Abwicklung des gesamten Projektes ist der International Games Broadcaster Service (IGBS).

 

 

Die Einrichtung und das Setup des Netzwerkes sind eine erneute Mammutaufgabe.

Zur Ausfallsicherung wurde eine aufwändige Netzwerk-Topologie mit der Vorhaltung doppelter Signalwege eingerichtet. So kann im Fall der Fälle per Hitless-Switching-Technologie auf Ersatzwege ausgewichen werden ohne dass die TV-Zuschauer davon etwas mitbekommen.
Im IBC, welches sich im Tokyo Stadium in Chōfu befindet, werden die Audio- und Videodaten der Kameras aus den Stadien empfangen, verarbeitet und weitergeleitet. Oder anders ausgedrückt: Jedes Tor, jedes Zuspiel und jede Parade muss durchs IBC. Zusätzlich werden umfangreiche Daten-Services über diese Verbindungen realisiert. Eine sehr anspruchsvolle Aufgabe für die Ingenieure von VIDI, die für die Signalübertragungen aus den einzelnen Stadien zum IBC und für die weitere weltweite Verteilung zu vielen Rechteinhabern verantwortlich sind.


VIDI Manpower und Technik im IBC.

Die im IBC aufgebaute Video- und Daten-Adaptionstechnik besteht aus 2x MD8000 - Geräten von Media Links mit insgesamt 40 möglichen Video Ports und 40x 1G Datenports. Die Video Signale werden in den Formaten 1080i, 1080p (3G) und UHD (4K) übertragen. Die netztechnische Anbindung der Stadien erfolgt jeweils über eine redundant geführt 10G Verbindung. Alle Videosignale sind Hitless Protected und JPEG2000 komprimiert.

 

Die 11 Spielstätten:

Die per VIDI-Netzwerk an das IBC angebundenen Stadien:
International Stadium Yokohama – Yokohama
Kumamoto Stadium - Kumamoto
Shizuoka Stadium Ecopa – Fukuroi
Kobe Misaki Stadium - Kobe
Tokoyo Stadium – Chōfu
Kumagaya Rugby Stadium - Kumagaya
City of Toyota Stadium- Toyota
Hanazono Rugby Stadium – Higashiōsaka
Sapporo Dome – Sapporo
Fukuoka Hakatanomori Stadium – Fukuoka
Ōita Stadium – Ōita
Kamaishi Recovery Memorial Stadium - Kamaishi

Sicher ist sicher: Monitoring per VIDI NMS.

Qualität und Sicherheit der Lösung stehen bei diesem Netzwerk-Design wie immer an erster Stelle. Deshalb ist das Netzwerk Management System (NMS) von VIDI auch in Japan das zentrale Tool zur Einrichtung aller Signal-Verbindungen und zur Überwachung bzw. Sicherstellung der Übertragungsqualität. Das VIDI NMS ermöglicht es zu jedem Zeitpunkt alle erdenklichen Kombinationen an Verbindungswegen (any to any) über eine einfache grafisch gestaltete Schaltmatrix anzuwählen.
Somit ist eine größtmögliche Flexibilität bei Verbindungsanforderungen gewährleistet. Die detaillierten Auswertungen und Netz-Analysen des Systems waren schon während der Planung des Netzwerkes eine wirkungsvolle Hilfestellung und sind es natürlich umso mehr in den „heißen“ Phasen des Live-Betriebes. Im IBC in Chōfu sowie in den Netzüberwachungsräumen der Spielorte wurden dazu jeweils entsprechende Zugänge zum NMS Monitoring eingerichtet.

 

VIDI Manpower und Technik auch in allen WM Stadien.

Die Teams an den 11 Venues bestehen aus jeweils einem Techniker des lokalen Netzbetreibers sowie einem Ingenieur von VIDI. An jedem Spielort stehen für die Broadcaster jeweils 13 Ports für Video in allen Formaten sowie 4x 1G Datenservices zur Verfügung. Die Anbindung an das IBC in Chōfu erfolgt dabei jeweils über eine redundant geführte 10G Netzwerkleitung. Alle Services werden vorab intensiv auf Herz und Nieren getestet. So werden z. B. anspruchsvolle Power Down Szenarien zu bestehen sein, während derer der Strom für die Adaptionstechnik mindestens 20 Minuten aus eigner USV bereitgestellt werden muss.